Für Google AI Overviews optimieren: Der ehrliche Praxis-Guide

Für Google AI Overviews optimieren - seo-kreativ.de
Das Wichtigste in Kürze:

„Für AI Overviews optimieren“ im klassischen Sinn gibt es laut Google nicht – kein Markup, kein Schalter, keine Spezial-Datei. Was zählt, sind solide SEO-Grundlagen plus ein paar gezielte Stellschrauben, die deine Inhalte für die KI besser auslesbar machen.

  • Googles Dokument „AI features and your website“ (Stand Dezember 2025) sagt wörtlich: keine zusätzlichen Anforderungen, kein spezielles Schema, keine KI-Dateien nötig.
  • Die echten Hebel: Top-10-Ranking als Eintrittskarte, klare Antwortbausteine, W-Fragen-Struktur, Eigenständigkeit und technische Crawlbarkeit.
  • Du bekommst eine Copy-Paste-Checkliste, die Faktoren die dich ausschließen, und eine Methode um zu messen, ob du überhaupt zitiert wirst.

Ich fange mit dem Satz an, der die meisten „AI Overviews Optimierung“-Verkäufer nervös macht: Google dokumentiert für AI Overviews keine speziellen Sonderanforderungen und kein eigenes Markup. Wörtlich steht im offiziellen Dokument „AI features and your website“ (Stand Dezember 2025): „There are no additional requirements to appear in AI Overviews or AI Mode, nor other special optimizations necessary.“ Stattdessen bleiben normale SEO-Grundlagen und saubere, gut auslesbare Inhalte entscheidend.

Kein spezielles Markup und keine neue Datei als Voraussetzung – so steht es in der Google-Doku. Einen Schalter im Search-Console-Menü, der dich gezielt in AI Overviews schiebt, habe ich ebenfalls nicht gefunden (das ist meine Beobachtung, kein Google-Statement). Trotzdem ranken manche Seiten in den KI-Übersichten und andere nicht – und das ist kein Zufall.

Und genau da wird es spannend. Jedes Mal wenn Google ein neues Feature raushaut, sitzt kurz darauf ein Kunde bei mir und will den einen Trick. Bei AI Overviews muss ich passen – den gibt es nicht. Was es gibt, sind nachvollziehbare Muster, welche Inhalte die KI als Quelle zieht und welche sie links liegen lässt. Genau die arbeite ich hier durch – ehrlich, ohne Hype, mit Vorlagen zum Mitnehmen.

Wenn du erst verstehen willst, wie AI Overviews technisch funktionieren (Query Fan-Out, Grounding, gerenderte DOM), lies vorab meinen Beitrag zur Funktionsweise der AI Overviews. Dieser Guide hier ist das Gegenstück: nicht das Was, sondern das Wie der Optimierung.

Die unbequeme Wahrheit: Google dokumentiert keine spezielle AIO-Optimierung

Key Takeaway: Google bestätigt offiziell, dass es kein spezielles Markup, kein eigenes Schema und keine KI-Datei für AI Overviews braucht. Die gute SEO-Praxis bleibt der Hebel – du optimierst nicht „für AIO“, sondern für auslesbare, vertrauenswürdige Inhalte, die dann auch in der KI-Antwort landen.

Drei Aussagen aus Googles Dokument „AI features and your website“ sind für die Praxis entscheidend (alle im Original, Stand Dezember 2025):

  • „You don’t need to create new machine readable files, AI text files, or markup to appear in these features.“ – Also auch keine llms.txt als Voraussetzung. Google nennt sie nicht als Voraussetzung für AI Overviews und hat keinen eigenen Nutzen dokumentiert; laut Search Engine Land hat Google zudem klargestellt, dass llms.txt für das Ranking in den KI-Übersichten nicht herangezogen wird.
  • „There’s also no special schema.org structured data that you need to add.“ – Strukturierte Daten bleiben sinnvoll für Rich Results, aber sie sind kein AIO-Türöffner.
  • „The best practices for SEO remain relevant for AI features in Google Search.“ – Der Satz, den ich am wichtigsten finde: Die KI-Übersicht ist kein Paralleluniversum, sondern sitzt auf deinem normalen SEO-Fundament.

Meine Einschätzung dazu: Das ist eine gute Nachricht, keine schlechte. Wer ordentliches SEO macht, muss nichts komplett Neues lernen – er muss seine Inhalte nur konsequent so bauen, dass eine Maschine die Kernaussage in zwei Sätzen herauslösen kann. Genau da scheitern die meisten Seiten, und genau da setzen die folgenden Schritte an.

Hinweis: „Keine spezielle Optimierung nötig“ heißt nicht „nichts tun“. Es heißt: Es gibt keinen Sonderweg an gutem Content vorbei. Die Arbeit verschiebt sich von Tricks zu Substanz und Struktur.

Was AI Overviews wirklich auswählen

Key Takeaway: AI Overviews ziehen ihre Quellen überwiegend aus dem bestehenden Ranking-Umfeld und bevorzugen Passagen, die eine Frage in sich abgeschlossen beantworten. Wer schon gut rankt und klar strukturiert ist, hat die besten Karten – garantiert ist nichts.

Bevor wir an die Stellschrauben gehen, kurz die Mechanik dahinter – nur so weit, wie du sie zum Optimieren brauchst. Die KI-Übersicht baut ihre Antwort aus mehreren Quellen zusammen und verlinkt sie. Welche Quellen das sind, korreliert stark mit dem klassischen Ranking.

Mehrere Analysen (unter anderem von SE Ranking für den deutschen Markt und von seoClarity) kommen auf ähnliche Werte: Die KI-Antworten enthalten in rund 94 bis 97 Prozent der Fälle mindestens eine Verlinkung zu einer Domain aus den organischen Top 20. Ich habe bisher keine Seite gesehen, die ohne ordentliches Ranking regelmäßig in AI Overviews auftauchte – und ich schaue oft genug nach.

Wichtig ist aber die Gegenbewegung. Eine Ahrefs-Analyse von 1,9 Millionen Citations aus rund einer Million AI Overviews (veröffentlicht im Juli 2025) beziffert es so: 76,1 Prozent der zitierten Seiten ranken in den Top 10, 9,5 Prozent auf den Positionen 11 bis 100 – und 14,4 Prozent ranken organisch gar nicht. Starke organische Rankings erhöhen die Chance auf eine Zitation also deutlich, aber neuere Daten zeigen, dass Google auch weiter unten rankende und sogar nicht rankende Quellen einbezieht. Gutes Ranking ist nach aktuellem Kenntnisstand weder Garantie noch harte Grenze. Die KI erfindet keine neuen Gewinner, sie kuratiert aus dem vorhandenen Feld – nur etwas breiter, als oft behauptet wird.

Der zweite Faktor ist die Form. Die KI sucht nicht den schönsten Fließtext, sondern die Passage, die eine konkrete Teilfrage sauber beantwortet – eindeutig und in sich geschlossen. Wie lang diese Passage idealerweise ist, darüber gehen die Studien auseinander: Einige Auswertungen nennen 75 bis 150 Wörter als optimal, eine große Ahrefs-Analyse von rund 174.000 zitierten Seiten fand dagegen kaum einen Zusammenhang zwischen Länge und Zitation. Die belastbare Gemeinsamkeit ist nicht die Wortzahl, sondern die Geschlossenheit: zu kurz ist kontextlos, zu verstreut ist nicht herauslösbar.

Wie Google diese Passagen technisch findet und bewertet, habe ich in der Funktionsweise-Analyse ausführlich aufgedröselt. Für die Optimierung reicht dieses Bild: gutes Ranking als Eintrittskarte, klare Antwortbausteine als Auswahlkriterium.

Schritt für Schritt: So optimierst du für AI Overviews

Key Takeaway: Sieben Schritte, vom Ranking-Fundament über Antwortbausteine bis zu Entitäten und Technik. Keiner davon ist ein Trick – in Summe erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit, als Quelle zitiert zu werden, deutlich.

Schritt 1: Starkes organisches Ranking aufbauen – ein sehr wichtiger Hebel

Ein starkes organisches Ranking erhöht die Chance auf eine AI-Overview-Zitation deutlich – es ist ein sehr wichtiger, aber nicht exklusiver Hebel, und nach aktuellen Daten keine harte Top-10-Grenze mehr. Heißt konkret: Die klassische On-Page- und Off-Page-Arbeit ist nicht optional, sie ist die Grundlage. Bevor ich eine Seite „AIO-fit“ mache, prüfe ich erst, ob sie für ihr Hauptkeyword überhaupt im sichtbaren Bereich rankt. Tut sie das nicht, ist das die erste Baustelle – nicht die KI.

Schritt 2: Antwortbausteine bauen statt Antworten verstreuen

Das ist der wichtigste handwerkliche Schritt. Die meisten Texte beantworten eine Frage über drei Absätze verteilt: ein bisschen Definition oben, ein Beispiel in der Mitte, die eigentliche Antwort irgendwo im Fazit. Für die KI ist das wertlos, weil sie die Antwort nicht als geschlossene Einheit herauslösen kann.

Die Lösung ist ein Antwortbaustein direkt unter der Frage-Überschrift. Vorlage zum Kopieren:

Best Practice: Antwortbaustein-Formel – [Direkte Antwort in 1 bis 2 Sätzen, 20 bis 40 Wörter]. Danach: [2 bis 3 Sätze Begründung oder Kontext]. Danach optional: [Liste oder Tabelle mit Details]. Die ersten zwei Sätze müssen für sich allein stehen und Sinn ergeben, ohne den Rest.

Konkret heißt das: Stell dir vor, jemand reißt diese zwei Sätze aus dem Kontext und zeigt sie isoliert an. Beantworten sie die Überschrift vollständig? Wenn ja, hast du einen sauberen Baustein. Wenn nein, ist er noch zu verklausuliert.

Schritt 3: W-Fragen-Überschriften und klare Struktur

Generische Überschriften wie „Vorteile“ oder „Hintergrund“ helfen der KI nicht, weil sie keine Frage abbilden. Formuliere Überschriften als das, was Nutzer tatsächlich eingeben: „Was kostet …“, „Wie funktioniert …“, „Warum …“. Jede H2/H3 wird so zu einem Andockpunkt für eine konkrete Suchanfrage.

Dazu die handwerkliche Basis, die die KI braucht, um deinen Text überhaupt zu zerlegen: echte HTML-Überschriften statt fett formatierter Absätze, Listen für Aufzählungen, Tabellen für Vergleiche, kurze Absätze. Das ist banal und wird trotzdem ständig falsch gemacht.

Schritt 4: Eigenständigkeit und Erfahrung sichtbar machen

Reine Definitions-Texte, die zehn andere Seiten genauso haben, haben für eine KI-Antwort wenig Zitationswert – es gibt keinen Grund, ausgerechnet dich zu nehmen. Was Mehrwert schafft: eigene Daten, eigene Beispiele, eine klar erkennbare Perspektive, Autoren mit nachvollziehbarer Expertise. Das ist im Kern E-E-A-T, übersetzt auf die KI-Suche.

Praktisch: Benenne deine Quellen, zeige echte Erfahrung statt allgemeiner Floskeln, lass erkennen, wer hinter dem Text steht. Wie Trust-Signale und AI Overviews zusammenhängen, vertiefe ich im E-E-A-T-Guide.

Schritt 5: Strukturierte Daten richtig einordnen

Hier muss ich gegen den Strich bürsten: Schema Markup ist laut Google keine Voraussetzung für AI Overviews. Trotzdem ist es nicht nutzlos. Strukturierte Daten helfen Google, deine Inhalte und Entitäten sauber zu verstehen, und sie sind die Basis für Rich Results, die wiederum oft im selben SERP wie das AI Overview auftauchen. Mein Rat: Setze Schema dort ein, wo es ohnehin Sinn ergibt (Artikel, FAQ, Produkt, Organisation), aber verkaufe es dir nicht als AIO-Hebel. Die Details dazu stehen in meinem Beitrag zu strukturierten Daten und AI Overviews.

Schritt 6: Technische Basis und Crawlbarkeit

Was die KI nicht crawlen und rendern kann, kann sie nicht zitieren. Heißt: Googlebot darf nicht ausgesperrt sein, wichtige Inhalte dürfen nicht erst per Client-seitigem JavaScript nachgeladen werden, das die Indexierung verzögert, und die Seite muss technisch sauber erreichbar sein. In Audits ist genau das häufig der stille Showstopper – der Content wäre gut, aber die KI sieht ihn gar nicht vollständig.

Schritt 7: Entitäten und Markenerwähnungen aufbauen

Über die einzelne Seite hinaus zählt, ob deine Marke als Entität in deinem Themenfeld bekannt ist. Erwähnungen in relevanten Medien, konsistente Nennung im Themenkontext und ein klares Entitätsprofil dürften nach aktuellem Kenntnisstand die Wahrscheinlichkeit erhöhen, in KI-Antworten aufzutauchen. Das ist die Brücke zwischen klassischem SEO und GEO – dem Optimieren für generative Engines insgesamt, das ich im Zusammenspiel von AIO, GEO und LLMO einordne.

Die Copy-Paste-Checkliste

Key Takeaway: Diese Checkliste gehst du pro Seite durch, die du AIO-fit machen willst. Kein Punkt ist Raketenwissenschaft – die Summe macht den Unterschied.

Genau das, was bei den meisten Wettbewerber-Guides fehlt: eine Liste zum Abhaken. Nimm sie dir für jede wichtige Seite vor.

Checkliste:
  • Rankt die Seite für ihr Hauptkeyword in den Top 10? (Wenn nein: zuerst das.)
  • Steht unter jeder Frage-Überschrift eine in sich geschlossene Antwort in 1 bis 2 Sätzen?
  • Sind die Überschriften als echte W-Fragen formuliert, nicht als generische Labels?
  • Echte HTML-Überschriften, Listen und mindestens eine Tabelle statt reiner Fließtext-Wüste?
  • Gibt es etwas Eigenes – Daten, Beispiel, Perspektive – das nicht zehn andere Seiten identisch haben?
  • Ist erkennbar, wer der Autor ist und welche Expertise dahintersteht?
  • Kann Googlebot alle wichtigen Inhalte crawlen und rendern (kein JS-Versteck, keine robots-Sperre)?
  • Sind die Fakten aktuell und mit Datum belegt?

Wenn du sieben von acht Punkten ehrlich mit Ja beantwortest, ist die Seite so gut aufgestellt, wie man es ohne Geheimtrick sein kann. Mehr verspricht dir seriös niemand.

Was dich aus AI Overviews ausschließt

Key Takeaway: Optimierung heißt auch, Selbst-Sabotage zu vermeiden. Verschachtelte Antworten, technische Sperren und austauschbarer Content sind die häufigsten Gründe, warum gute Seiten trotzdem nicht zitiert werden.

Über das, was du tun solltest, schreiben alle. Über das, was dich zuverlässig draußen hält, kaum jemand. Das sind die Muster, über die ich in Audits immer wieder stolpere:

  • Antworten, die man nicht herauslösen kann. Wenn die Kernaussage über mehrere Absätze verteilt ist, hat die KI nichts zum Zitieren. Häufigster Fehler überhaupt.
  • Technische Sperren. Googlebot ausgesperrt, kritischer Inhalt nur per JavaScript nachgeladen, Rendering-Probleme. Was nicht gesehen wird, wird nicht zitiert.
  • Reiner Commodity-Content. Texte, die inhaltlich identisch zu Dutzenden anderen sind, geben der KI keinen Grund, gerade dich zu wählen.
  • Schwaches Ranking. Seiten weit außerhalb der vorderen Plätze tauchen seltener als Quelle auf. Die Korrelation lockert sich zwar, aber ein gutes Ranking bleibt der wichtigste Hebel.
  • Veraltete oder unbelegte Fakten. Falsche Zahlen, fehlende Quellen und kein Aktualitätssignal senken das Vertrauen.
Achtung: Es gibt keinen „AIO-Penalty“ im klassischen Sinn. Du wirst nicht bestraft, du wirst einfach übergangen. Das ist subtiler und deshalb gefährlicher – es fällt im normalen Ranking gar nicht auf.

AIO-Sichtbarkeit messen: Wirst du überhaupt zitiert?

Key Takeaway: Optimieren ohne Messen ist Raten. Die Search Console zeigt inzwischen generative AI-Performance-Reports – allerdings in gestaffeltem Rollout. Solange sie noch nicht überall greifen, arbeitest du ergänzend mit Impressions-Trends, manuellen Checks und spezialisierten Tools.

Der ehrliche Teil zuerst: Die Search Console zeigt inzwischen generative AI-Performance-Reports, die die Leistung von Inhalten in AI-gestützten Suchergebnissen sichtbar machen. Google hat sie im Juni 2026 vorgestellt, der Rollout erfolgt aber gestaffelt – was genau und wie granular ausgewiesen wird, kommt schrittweise. Ich habe die neuen GenAI-Performance-Reports separat eingeordnet. Solange die Reports in deinem Account noch nicht vollständig greifen, arbeitest du so:

  • Search Console als Frühwarnsystem. Beobachte für deine wichtigsten Keywords, ob Impressionen steigen, während die CTR fällt. Das ist ein typisches Muster, wenn ein AI Overview über deinem Ergebnis sitzt und Klicks abfängt. Welche Größenordnung dieser Effekt annehmen kann, habe ich in meinem Beitrag zu den AI-Overviews-Updates 2026 mit Zahlen unterlegt.
  • Manueller Stichproben-Check. Such deine Ziel-Keywords regelmäßig (am besten ausgeloggt, im Inkognito-Modus) und schau, ob ein AI Overview erscheint und ob deine Domain als Quelle verlinkt ist. Unbequem, aber aussagekräftig.
  • Spezialisierte Tracking-Tools. Anbieter wie SE Ranking, Semrush oder andere bieten inzwischen AIO-Tracking, das Erscheinen und Quellenlinks für deine Keywords automatisiert prüft. Belastbare Standard-Zahlen über alle Tools hinweg gibt es nicht, die Methodik unterscheidet sich – als Trendindikator sind sie aber brauchbar.

Wie so ein Treffer konkret aussieht, zeigt das folgende Beispiel: Für die Suche „ai overviews vs ai mode“ führt das AI Overview seo-kreativ.de als eine der Quellen – und die Seite rankt zusätzlich organisch in den Top 3.

Google AI Overview für die Suche 'ai overviews vs ai mode' mit seo-kreativ.de als zitierter Quelle
Screenshot: Google-Suche „ai overviews vs ai mode“ (DE, Juni 2026). Das AI Overview („Übersicht mit KI“) führt seo-kreativ.de als Quelle; zusätzlich rankt die Seite organisch in den Top 3. Bildmaterial: Google-Suchergebnisseite, Screenshot zur redaktionellen Einordnung.

Mein pragmatischer Ansatz in Projekten: Search Console für den Trend, monatliche Handprüfung der Top-Keywords für die Realität, ein Tool nur dann, wenn das Keyword-Set zu groß für die Hand wird.

Klassische SEO vs. AIO-Optimierung

Key Takeaway: AIO-Optimierung ist kein neues Fach, sondern eine Schwerpunktverschiebung innerhalb von SEO – weg von reiner Keyword-Abdeckung, hin zu herauslösbaren, vertrauenswürdigen Antworten.

Damit klar wird, was sich wirklich ändert und was nicht, hier beide Disziplinen nebeneinander:

Dimension Klassische SEO Optimierung für AI Overviews
Ziel Klick auf das organische Ergebnis Zitiert/verlinkt werden in der KI-Antwort
Content-Form Umfassender Text zum Keyword Herauslösbare Antwortbausteine pro Teilfrage
Überschriften Keyword-optimiert Als konkrete W-Fragen formuliert
Ranking-Rolle Das Ziel selbst Voraussetzung, um überhaupt Quelle zu sein
Differenzierung Besser/umfassender als Wettbewerb Eigenständig genug, um zitierwürdig zu sein
Messung Rankings, Klicks, CTR Impressionen vs. CTR, Quellen-Checks, AIO-Tracking

Die Spalten überschneiden sich bewusst stark. Das ist der Punkt: Wer klassisches SEO sauber macht und zusätzlich auf Antwortbausteine und Eigenständigkeit achtet, deckt beides ab. Es gibt keinen Grund, AIO-Optimierung als separates Projekt zu behandeln.

Infografik: AI Overviews optimieren in 7 Schritten

Infografik: AI Overviews optimieren in 7 Schritten - seo-kreativ.de
Die 7 Schritte zur AI-Overviews-Optimierung im Überblick. Footer-Datenpunkt: Verteilung der AI-Overview-Citations nach Ranking-Position (Ahrefs-Analyse 2025, 1,9 Mio. Citations). Grafik: seo-kreativ.de

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann man gezielt für Google AI Overviews optimieren?

Nicht im Sinne eines speziellen Markups oder einer eigenen Datei. Google sagt offiziell, dass es keine zusätzlichen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen für AI Overviews gibt. Du optimierst stattdessen deine normalen SEO-Grundlagen plus die Auslesbarkeit deiner Antworten – das erhöht die Wahrscheinlichkeit, als Quelle zitiert zu werden, garantiert sie aber nicht.

Brauche ich strukturierte Daten oder eine llms.txt für AI Overviews?

Nein, beides ist laut Google keine Voraussetzung. Google hat ausdrücklich klargestellt, dass weder spezielles Schema noch eine llms.txt nötig sind, um in AI Overviews oder AI Mode aufzutauchen. Strukturierte Daten bleiben für Rich Results sinnvoll; eine llms.txt nennt Google nicht als Voraussetzung für die KI-Übersichten und hat dafür keinen eigenen Nutzen dokumentiert.

Muss meine Seite ranken, um in AI Overviews zu erscheinen?

In den meisten Fällen hilft es deutlich. Mehrere Analysen zeigen, dass die KI-Antworten ihre Quellen überwiegend aus dem organischen Top-20-Umfeld ziehen (je nach Studie 94 bis 97 Prozent mit mindestens einem Top-20-Link). Allerdings ist dieser Anteil 2026 rückläufig – die KI zitiert zunehmend auch tiefer rankende Seiten. Ein gutes Ranking bleibt der stärkste Hebel, ist aber keine harte Voraussetzung mehr.

Wie messe ich, ob ich in AI Overviews zitiert werde?

Die Search Console zeigt dafür inzwischen generative AI-Performance-Reports, die Google im Juni 2026 vorgestellt hat – der Rollout erfolgt aber gestaffelt. Solange sie noch nicht überall greifen, sind drei Wege brauchbar: das Muster steigende Impressionen bei fallender CTR in der Search Console beobachten, deine Keywords manuell im Inkognito-Modus prüfen, und bei großen Keyword-Sets ein spezialisiertes AIO-Tracking-Tool nutzen.

Lohnt sich AIO-Optimierung überhaupt, wenn sie Klicks kostet?

Das ist die berechtigte Gegenfrage. AI Overviews können die Klickrate auf klassische Ergebnisse senken. Trotzdem ist die Sichtbarkeit als zitierte Quelle wertvoll – für Markenwahrnehmung und für die Klicks, die weiterhin auf vertiefende Inhalte gehen. Meine Einschätzung: Es geht weniger um ein Entweder-oder als darum, in beiden Welten präsent zu sein, statt aus der KI-Antwort komplett zu verschwinden.

Fazit: Optimieren ohne Trick

Key Takeaway: „Für AI Overviews optimieren“ heißt: solides SEO plus herauslösbare, eigenständige Antworten. Es gibt keinen Schalter, aber es gibt nachvollziehbare Stellschrauben – und die hast du jetzt alle.

Wenn du diesen Guide auf eine Erkenntnis eindampfen willst: Hör auf, nach dem AIO-Trick zu suchen, denn es gibt ihn nicht. Google sagt das selbst. Was es gibt, ist gutes SEO, konsequent zu Ende gedacht – bis zu dem Punkt, an dem eine Maschine deine Kernaussage in zwei Sätzen herauslösen kann, ohne den Rest zu lesen.

Die sieben Schritte, die Checkliste und die Ausschluss-Faktoren sind nichts Exotisches. Sie sind die Disziplin, die viele Seiten bei den Basics liegen lassen. Genau darin liegt deine Chance: Während andere auf den Geheimtrick warten, baust du Inhalte, die die KI tatsächlich zitieren kann.

Tipp: Fang mit einer einzigen, gut rankenden Seite an. Bau die wichtigsten Antworten in saubere Bausteine um, prüf sie gegen die Checkliste, und beobachte über vier Wochen das Verhältnis von Impressionen zu CTR. So siehst du am eigenen Material, was wirkt – bevor du es auf den ganzen Bestand ausrollst.

Stand: Juni 2026. Die Ausführungen dienen nur der informationellen Orientierung und stellen keine individuelle Rechts- oder Beratungsleistung dar.

Christian Ott - Gründer von www.seo-kreativ.de

Christian Ott – SEO kreativ denken & Wissen teilen

Als Gründer von SEO-Kreativ lebe ich meine 2014 entdeckte Leidenschaft für SEO. Mein Weg vom Hobby-Blogger zum SEO-Experten und Product Developer hat dabei meinen Ansatz geprägt: Ich teile Wissen verständlich, praxisnah und ohne Fachchinesisch.