Endlich da: Eigene Anmerkungen in der Google Search Console erstellen (Anleitung)

Eigene Anmerkungen in der Google Search Console erstellen

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⚡️ TL;DR

Das Feature: Google hat Custom Chart Annotations veröffentlicht. Du kannst ab sofort eigene Text-Notizen direkt im Zeitstrahl deiner GSC-Leistungsberichte hinterlegen.

Der Nutzen: Kein Rätselraten mehr bei Traffic-Veränderungen. Du verknüpfst Daten direkt mit Ereignissen (z.B. Relaunch, Updates) und schaffst sofortigen Kontext für dein Team.

Die Limits: Nutze sie weise. Es gibt ein Limit von 200 Anmerkungen pro Property und sie bleiben nur 500 Tage gespeichert.

Kennst du das? Du schaust in deinen Leistungsbericht, siehst einen riesigen Traffic-Spike (oder Drop) vor drei Monaten und fragst dich: „Was zur Hölle haben wir an dem Tag eigentlich gemacht?“ War es der Relaunch? Ein Google Update? Oder doch die Black-Friday-Kampagne?

Seit dem 17. November 2025, hat das Rätselraten ein Ende. Google hat offiziell die Custom Chart Annotations in der Google Search Console (GSC) ausgerollt. Jap, richtig gehört! Du kannst ab sofort eigene Notizen direkt in deine Diagramme schreiben. Das ist Gold wert für deine SEO-Analyse.

In diesem Artikel erfährst du, wie das neue Feature funktioniert, welche Limits es gibt und wie du es strategisch nutzt.

Was sind Custom Chart Annotations in der GSC?

Custom Chart Annotations sind benutzerdefinierte Text-Notizen, die du direkt im Zeitstrahl deines Leistungsberichts an einem spezifischen Datum hinterlegen kannst.

Ein Makrokontext ist hier entscheidend: Es geht darum, Daten mit Ereignissen zu verknüpfen. Bisher hat Google nur automatische Anmerkungen gesetzt (z.B. bei Core Updates). Jetzt hast du die Kontrolle. Wenn du mit der Maus über das Datum fährst, wird deine Notiz angezeigt. Das Feature hilft dir und deinem Team, Ursache und Wirkung von Traffic-Veränderungen sofort im Tool zu erkennen, ohne externe Excel-Tabellen wälzen zu müssen.

Screenshot der Google Search Console: Dialogfenster zum Hinzufügen einer Anmerkung

 

Eintrag einer neuen Anmerkung in der Google Search Console zur Optimierung der robots.txt am 26. Oktober 2025.

Warum ist dieses Feature so wichtig für deine SEO?

Anmerkungen schaffen sofortigen Kontext für komplexe Datenverläufe und verhindern Fehlinterpretationen.

Stell dir vor, du arbeitest im Team oder mit einer Agentur. Ein Kollege sieht einen Einbruch der Klicks und gerät in Panik. Dank einer Annotation sieht er sofort: „Ah, an dem Tag war der Server-Umzug.“ Das spart Zeit und Nerven. Faktenbasierte Informationen erhöhen die Autorität deiner Analyse.

Vorteile auf einen Blick:

  • Zentralisierung: Alle Infos sind an einem Ort (Single Source of Truth).
  • Team-Kommunikation: Alle Nutzer der Property sehen die Notizen.
  • Langzeigedächtnis: Du vergisst nie wieder, wann genau der Title-Tag-Test gestartet wurde.

Wie erstellst du eine Anmerkung? (Schritt-für-Schritt)

Die Einrichtung ist denkbar einfach, aber du musst wissen, wo du klicken musst. Halte dich an diese Schritte, um deine erste Notiz zu erstellen:

  1. Öffne deine Google Search Console und navigiere zum Bericht „Leistung“ (Performance).
  2. Fahre mit der Maus im Diagramm über das Datum, das du kommentieren möchtest.
  3. Klicke (je nach Browser Rechtsklick oder Linksklick auf das Plus-Symbol) auf die Option „Add annotation“ (Anmerkung hinzufügen).
  4. Tippe deinen Text in das Feld ein (z.B. „Start Relaunch Kategorie X“).
  5. Speichere die Anmerkung, um sie für alle Nutzer sichtbar zu machen.

Indem du diese klare Struktur befolgst, stellst du sicher, dass die Notiz korrekt im System hinterlegt wird.

Welche Limits und Fakten musst du beachten?

Bevor du jetzt jeden Tag dein Mittagessen protokollierst: Es gibt technische Grenzen. Entitäten wie die „Annotation“ haben spezifische Attribute und Werte, die du kennen musst.

Hier sind die harten Fakten:

  • Zeichenlimit: Du hast maximal 120 Zeichen pro Notiz Platz. Fasse dich kurz!
  • Anzahl: Pro Property sind maximal 200 Anmerkungen möglich. Nutze sie weise.
  • Lebensdauer: Anmerkungen bleiben für 500 Tage gespeichert. Danach werden sie automatisch entfernt.
  • Sichtbarkeit: Jede Notiz ist für alle Nutzer der Property sichtbar (auch für Kunden!).

Vermeide meinungsbasierte Aussagen in den Notizen (wie „Das war ein schlechtes Update“), sondern halte dich an faktenbasierte Informationen (z.B. „Update ausgerollt v1.2“).

Wann solltest du Annotations nutzen? (Strategische Use-Cases)

Nicht jedes Ereignis verdient eine Annotation. Um die Übersichtlichkeit zu wahren und das 200er-Limit nicht zu sprengen, solltest du dich auf Ereignisse konzentrieren, die den organischen Traffic massiv beeinflussen können.

Hier sind die wichtigsten Anwendungsfälle:

  • Technische Änderungen: Server-Wechsel, Relaunch, Änderung der URL-Struktur oder Implementierung von Structured Data.
  • Content-Updates: Veröffentlichung großer Content-Cluster, massive Überarbeitung alter Artikel oder Anpassung von Meta-Daten.
  • Externe Faktoren: Start von TV-Kampagnen (Marken-Suchanfragen steigen), saisonale Events wie Black Friday oder bekannte Google Updates (falls Google sie nicht selbst markiert).
  • Offline-Ereignisse: Probleme mit der Warenverfügbarkeit oder Ausfälle der Webseite.

Indem du diese Punkte dokumentierst, kannst du später mit Beweisen belegen, warum die Kurve nach oben oder unten ging.

Fazit: Ein kleines Feature mit großer Wirkung

Die Custom Chart Annotations sind ein längst überfälliges Werkzeug, das deine SEO-Analyse professioneller und effizienter macht.

Es ist wichtig zu beachten, dass Daten ohne Kontext oft wertlos sind. Mit diesem Update gibt Google uns endlich die Möglichkeit, unsere „SEO-Geschichte“ direkt im Daten-Tool zu schreiben. Nutze das Feature diszipliniert für die wirklich wichtigen Meilensteine.

Mehr technische Details findest du im offiziellen Blogpost von Google: Custom Chart Annotations in Search Console.

Deine nächsten Schritte:
Logge dich jetzt in deine GSC ein und erstelle deine erste Notiz für die letzte große Änderung, die du an deiner Seite vorgenommen hast. So startest du direkt mit einer sauberen Dokumentation!

Christian Ott - Gründer von www.seo-kreativ.de

Christian Ott – SEO kreativ denken & Wissen teilen

Als Gründer von SEO-Kreativ lebe ich meine 2014 entdeckte Leidenschaft für SEO. Mein Weg vom Hobby-Blogger zum SEO-Experten und Product Developer hat dabei meinen Ansatz geprägt: Ich teile Wissen verständlich, praxisnah und ohne Fachchinesisch.