a:not([href*="deine-domain.de"])), der deine eigene Domain ausschließt. Das external link Symbol fügst du dann einfach über das ::after-Pseudo-Element nach dem Linktext ein, idealerweise als modernes SVG.
Ein Klick und der Nutzer ist weg. Oder doch nicht? Oft ist es für Besucher deiner Webseite ein Sprung ins Ungewisse, wenn sie auf einen Link klicken. Verbleiben sie auf deiner Seite oder landen sie auf einer völlig anderen? Diese Unsicherheit kannst du ganz einfach beheben.
Diese Anleitung zeigt dir, wie du ein passendes Symbol für Links, die deine Seite verlassen, mit ein paar Zeilen CSS-Code elegant und automatisch umsetzt. Jap, richtig gehört – du musst nicht jeden Link einzeln anfassen!
Warum externe Links überhaupt kennzeichnen?
Das visuelle Hervorheben von externen Links ist ein kleines Detail mit großer Wirkung. Es bietet dir und deinen Nutzern hauptsächlich drei entscheidende Vorteile.
Vorteil 1: Verbesserte Usability & Erwartungsmanagement
Der wichtigste Grund, um externe Links visuell hervorzuheben, ist eine bessere Nutzererfahrung (Usability). Wenn du Links, die deine Seite verlassen, klar markierst, wissen deine Besucher immer genau, was passiert, wenn sie klicken. Dieses proaktive Erwartungsmanagement verhindert Überraschungen und Frust.
Vorteil 2: Gesteigertes Vertrauen
Transparenz schafft Vertrauen. Indem du offen zeigst, welche Links zu Inhalten außerhalb deiner eigenen Kontrolle führen, agierst du ehrlich und transparent gegenüber deinen Nutzern. Dies stärkt die Vertrauenswürdigkeit (Trustworthiness) deiner Seite, ein wichtiger Faktor für das E-E-A-T-Konzept von Google.
Vorteil 3: Gezielte Nutzerführung
Manchmal möchtest du, dass Nutzer deine Seite gezielt verlassen, um beispielsweise eine Quelle zu prüfen. Durch die Kennzeichnung gibst du dem Nutzer die bewusste Kontrolle über seine Reise und kannst deine eigenen strategischen Ziele besser verfolgen.
Für eine tiefere Betrachtung der strategischen und SEO-technischen Bedeutung von externen Links, lies meinen umfassenden Artikel: Externe Links (Outbound Links) – Richtig einsetzen für bessere Rankings.
Die Grundlage: Wie erkennt CSS einen externen Link?
Um externe Links automatisch zu stylen, nutzen wir sogenannte CSS-Attribut-Selektoren. Am präzisesten ist es, alle Links zu wählen, die nicht auf deine eigene Domain verweisen und auch keine internen Anker- oder relativen Links sind.
a:not([href*="deine-domain.de"]):not([href^="#"]):not([href^="/"]) { ... }
Anleitung: Externe Links mit Symbol oder Icon kennzeichnen
Ein kleines Symbol neben externen Links verbessert die Nutzerführung und schafft Transparenz. Mit ein wenig CSS können wir diese Kennzeichnung ganz einfach automatisieren. Wir fügen das Icon dabei mit dem ::after Pseudo-Element zum Link hinzu.
Der Prozess besteht aus zwei Schritten:
- Die Anzeige-Methode (Das "Wann"): Zuerst wählen wir eine Methode aus, die festlegt, wann ein Icon erscheinen soll.
- Die Icon-Version (Das "Was"): Danach füllen wir die gewählte Methode mit dem gewünschten Icon-Stil – entweder mit einem einfachen Unicode-Zeichen oder einem Icon von Font Awesome.
Teil 1: Die Anzeige-Methoden (Wann soll ein Icon erscheinen?)
Wähle eine der folgenden drei Methoden aus. Methode 2 ist in der Regel die flexibelste und empfehlenswerteste.
Methode 1: Nur bei Bedarf anzeigen (Opt-In mit .extern)
Das Icon erscheint nur, wenn du einen Link aktiv mit der CSS-Klasse .extern markierst. Dies gibt dir die maximale Kontrolle, erfordert aber manuellen Aufwand bei jedem Link.
/* CSS-Selektor: */
a.extern::after {
/* ... Icon-Code aus Teil 2 hier einfügen ... */
}
/* HTML-Anwendung: */
<a href="https://beispiel.com" class="extern">Dieser Link erhält ein Icon</a>
<a href="https://andere-seite.com">Dieser Link nicht</a>
Methode 2: Automatisch mit Ausnahmen (Opt-Out mit .no-icon)
(Die empfohlene Methode) Das Icon erscheint automatisch bei allen externen Links. Du kannst jedoch Ausnahmen definieren, indem du einem Link die Klasse .no-icon gibst (z.B. bei Social-Media-Buttons).
/* CSS-Selektor: */
a:not([href*="deine-domain.de"]):not([href^="#"]):not([href^="/"]):not(.no-icon)::after {
/* ... Icon-Code aus Teil 2 hier einfügen ... */
}
/* HTML-Anwendung: */
<a href="https://externe-quelle.de">Erhält automatisch ein Icon</a>
<a href="https://twitter.com/profil" class="no-icon">Erhält kein Icon</a>
Methode 3: Immer automatisch anzeigen (Global)
Die einfachste, aber am wenigsten flexible Methode. Das Icon wird bei ausnahmslos jedem externen Link angezeigt.
/* CSS-Selektor: */
a:not([href*="deine-domain.de"]):not([href^="#"]):not([href^="/"])::after {
/* ... Icon-Code aus Teil 2 hier einfügen ... */
}
Teil 2: Die Icon-Versionen (Was für ein Icon soll es sein?)
Nachdem du dich für eine Methode aus Teil 1 entschieden hast, füllst du die CSS-Regel mit einer der folgenden Icon-Versionen.
Version 1: Unicode-Symbole (Der einfache Standard)
Dies ist der leichteste und schnellste Weg. Die Symbole sind in den meisten System-Schriftarten enthalten, benötigen keine externen Dateien und sind immer lizenzfrei nutzbar.
Kombiniertes Beispiel (Methode 2 + Unicode-Icon):
a:not([href*="deine-domain.de"]):not([href^="#"]):not([href^="/"]):not(.no-icon)::after {
content: '\2197'; /* Code für ↗ */
display: inline-block;
margin-left: 5px;
font-size: 0.9em;
}
Auswahl an Unicode-Symbolen:
| Symbol | Beschreibung | CSS content Code |
|---|---|---|
| ↗ | Nord-Ost-Pfeil (Klassiker) | content: '\2197'; |
| 🔗 | Kettenglied (Link) | content: '\1f517'; |
| 🌐 | Globus | content: '\1f310'; |
Version 2: Font Awesome Icons (Große Auswahl & Konsistenz)
Diese Version ist ideal, wenn du Font Awesome bereits nutzt oder ein ganz bestimmtes Icon benötigst, das zu deinem Design passt.
Hinweis: Font Awesome lokal einbinden
Um unabhängig von externen Servern zu sein, solltest du Font Awesome selbst hosten.
- Download: Lade das "Free for Web"-Paket herunter: fontawesome.com/download
- Upload: Entpacke die ZIP-Datei und lade die Ordner
cssundwebfontsin dein Theme-Verzeichnis (z.B. in einen Unterordner/assets/fontawesome/). - Einbinden: Integriere die CSS-Datei über die
functions.phpdeines Themes. Eine detaillierte Anleitung dazu findest du hier: Font Awesome Docs
Kombiniertes Beispiel (Methode 2 + Font Awesome):
a:not([href*="deine-domain.de"]):not([href^="#"]):not([href^="/"]):not(.no-icon)::after {
font-family: "Font Awesome 6 Free";
font-weight: 900; /* Wichtig für "Solid" Icons */
content: '\f35d'; /* Code für "arrow-up-right-from-square" */
display: inline-block;
margin-left: 5px;
font-size: 0.9em;
}
Wichtige Ergänzung: Externe Links sicher in neuem Tab öffnen
Es ist üblich, externe Links in einem neuen Browser-Tab via target="_blank" zu öffnen, damit der Nutzer deine Seite nicht verlässt. Stelle dabei immer sicher, dass du rel="noopener noreferrer" zu deinen Links hinzufügst, um Sicherheitslücken zu schließen.
<a href="https.beispiel.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sicherer externer Link</a>
Fazit
Jetzt hast du das nötige Rüstzeug an der Hand. Die Aufgabe, externe Links zu kennzeichnen, ist ein klares Zeichen für Professionalität, denn es verbessert die Usability und stärkt das Vertrauen deiner Besucher. Setze dabei auf den präzisen CSS-Selektor, der deine eigene Domain ausschließt, und nutze eine Ausnahme-Klasse wie .no-icon, um bei Sonderfällen die volle Kontrolle zu behalten. Vergiss außerdem niemals, Links, die sich in einem neuen Tab öffnen, mit rel="noopener noreferrer" abzusichern.
Jetzt bist du dran! Kopiere dir den empfohlenen CSS-Code und füge ihn in das CSS deiner Webseite ein, um den Unterschied sofort zu bemerken. Wenn du eine WordPress-Seite betreibst und die volle Kontrolle über alle deine externen Links behalten möchtest – inklusive Attribute wie nofollow oder sponsored – dann ist unser Plugin die perfekte Lösung für dich.


