Google GenAI Performance Reports: Was die neuen GSC-Daten taugen

Google GenAI Performance Reports: Endlich KI-Daten in der GSC
Das Wichtigste in Kürze:

Der Bericht zur KI-Sichtbarkeit steht seit dem 31. August 2026 in jeder Search-Console-Property weltweit. Angekündigt hatte Google ihn am 3. Juni, danach lief er neun Wochen als Test. Im Fokus stehen Impressionen. Klickdaten weist er nicht aus. Über die Search Console API kommst du zum Stand 3. September 2026 gar nicht an ihn heran.

  • Neue, eigene Ansicht für KI-Sichtbarkeit in Search und Discover - die Daten bleiben zusätzlich im normalen Performance-Bericht.
  • Metriken: Impressionen, Seiten, Länder, Geräte und Zeitverlauf. Klickdaten sind bislang nicht ausgewiesen - Google will laut eigener Aussage „additional metrics over time“ nachliefern.
  • Der Rollout ist abgeschlossen. Google vermerkt im eigenen Blogpost: „As of August 31, 2026, we’ve rolled out these insights to all websites worldwide.“ Die Testphase mit dem begrenzten Teilnehmerkreis ist damit vorbei.
  • Der Bericht existiert nur in der Oberfläche. In der Search Console API gibt es zum Stand 3. September 2026 keinen Typ für die generativen KI-Daten, ein automatisierter Abzug fällt damit aus.
  • Ergänzend lohnen die Bing-KI-Daten: sie zeigen zusätzliche Signale (Citations, Grounding Queries), die Google in diesem Bericht nicht liefert.

Vor ein paar Wochen habe ich hier geschrieben, dass Microsoft mit dem AI Performance Report in den Bing Webmaster Tools ein deutliches Signal für Google gesetzt hat. Bing zeigte dedizierte KI-Zitationsdaten, Google bündelte seine AI-Overviews-Zahlen weiter nur im normalen Web-Bericht. Die Lücke war fachlich deutlich sichtbar.

Google hat das ergänzt. Am 3. Juni 2026 hat das Search-Console-Team die „Search Generative AI performance reports“ angekündigt, eine eigene Ansicht dafür, wie sichtbar deine Seiten in den KI-Antworten von Google sind. Seit dem 31. August 2026 hat sie jede Property weltweit.

Die erste Frage bei sowas ist für mich immer dieselbe: Was steht wirklich im Blogpost und was haben die Branchenmedien drumherum dazugedichtet? Genau das trenne ich hier sauber. Ich zeige dir, welche Daten du konkret bekommst, welche Metrik weiter fehlt und wo die Grenze verläuft, die nach dem Rollout als Nächstes stört. Sie liegt nicht mehr bei der Verfügbarkeit, sondern beim Zugriff.

Stand der Informationen: 3. September 2026. Der Artikel erschien am 3. Juni 2026, wurde am 21. August um den Nachtrag zum Logging-Fehler ergänzt und jetzt um den weltweiten Rollout vom 31. August. Primärquelle ist die offizielle Google-Ankündigung im Google Search Central Blog, abgerufen am 3. September 2026. Die Angabe zur API stützt sich auf die Search-Console-API-Referenz, ebenfalls am 3. September 2026 abgerufen. Sekundärquellen sind im Text als solche gekennzeichnet.

Was Google genau angekündigt hat

Key Takeaway: Google führt eine separate Ansicht für KI-Sichtbarkeit ein - dediziert für Search und Discover. Die Daten verschwinden nicht aus dem Gesamtbericht, du bekommst zusätzlich einen eigenen Blick nur auf die generativen Features.

Laut dem offiziellen Blogpost von Hillel Maoz (Search Ecosystem Engineering Manager) und Moshe Samet (Product Manager Lead, Search Console) starten die neuen Reports mit „dedicated reports for Search and Discover, to help you understand your site’s visibility within generative AI features on Search“.

Im Klartext: Du bekommst eine eigene Ansicht, die die Sichtbarkeit deiner Seiten in generativen KI-Features zeigt. Wichtig dabei, was gern überlesen wird: Google kündigt an, die Daten zusätzlich im bestehenden Performance-Bericht bereitzustellen, damit du den Gesamtüberblick über deine Sichtbarkeit behältst. Neu ist die separate Ansicht obendrauf.

Google ist bewusst langsam gestartet. O-Ton aus der Ankündigung: „We are rolling these reports out to a subset of websites, allowing us to thoroughly test them and receive feedback before making them widely available.“ Dieser Satz stand beim Abruf am 3. September 2026 unverändert dort, ist aber überholt. Im Kopf desselben Blogposts hat Google einen Nachtrag ergänzt: „As of August 31, 2026, we’ve rolled out these insights to all websites worldwide.“ Zwischen Ankündigung und Abschluss lagen knapp drei Monate.

Screenshot der Google Search Console mit dem neuen Generative-AI-Features-Performance-Report: Total Impressions 9,21K und die Reiter Pages, Countries, Devices und Dates.
So sieht der neue Generative-AI-Features-Report in der Search Console aus (Beta): dedizierte Ansicht mit „Total impressions“ und den Reitern Pages, Countries, Devices und Dates.
Quelle: Google Search Central Blog, „Introducing Search Generative AI performance reports in Search Console“, 3. Juni 2026. Screenshot zur redaktionellen Einordnung.

Genau dieser offizielle Screenshot zeigt schon den entscheidenden Haken, den ich gleich aufgreife: In der Kopfzeile steht ausschließlich „Total impressions“ - eine Klick-Spalte fehlt. Dazu trägt die Ansicht das Label „Beta“. In der Seitenleiste taucht „Generative AI“ sowohl unter Search results als auch unter Discover auf.

Diese Metriken bekommst du - und die eine, die fehlt

Key Takeaway: Du bekommst Impressionen, Seiten, Länder, Geräte und Zeitverlauf. Bislang nicht ausgewiesen ist eine zentrale SEO-Metrik: Klicks. Ohne sie kannst du Sichtbarkeit sehen, aber keinen Traffic-Wert berechnen.

Google listet im Blogpost genau auf, welche Dimensionen die Reports zeigen. Ich habe sie dir hier mit der jeweiligen Bedeutung zusammengefasst:

MetrikWas sie zeigt
ImpressionenWie oft URLs deiner Seite in den generativen KI-Features in Search und Discover aufgetaucht sind.
Seiten (Pages)Welche konkreten URLs in den KI-Features erschienen sind.
LänderDeine Sichtbarkeit aufgeschlüsselt nach Land.
GeräteWelche Geräte die Nutzer verwendet haben (nur für Search-Ergebnisse verfügbar).
Daten/ZeitverlaufPerformance über die Zeit mit stündlicher, täglicher, wöchentlicher und monatlicher Granularität.
KlicksNicht enthalten. Google nennt das Nachreichen weiterer Metriken als Option für später.

Die bislang fehlenden Klickdaten sind der Knackpunkt. Sichtbarkeit ist schön, aber für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung brauchst du den Klick. Google formuliert dazu vorsichtig: „We’re continuing to work with website owners to understand what insights and data would be most helpful to inform their strategies, such as adding additional metrics over time.“ Übersetzt heißt das: Klicks könnten kommen, versprochen ist nichts.

Achtung: Verwechsle die KI-Impressionen nicht mit klassischen Impressionen. Eine Impression im neuen Report steht nach Googles Beschreibung für Sichtbarkeit in generativen KI-Features - nicht für einen Klick. Die Zitations-Ökonomie misst hier eine andere Währung als der klassische Klick.

Seit dem 31. August weltweit: und was danach fehlt

Key Takeaway: Der Bericht ist da, in jeder Property, ohne Antrag und ohne Warteliste. Die offene Frage ist nicht mehr, ob du ihn hast, sondern wie du an die Zahlen kommst. Über die Search Console API gar nicht.

Was Google sagt: Im Kopf der Ankündigung steht seit Ende August der Nachtrag „As of August 31, 2026, we’ve rolled out these insights to all websites worldwide.“ Kein Land ist ausgenommen, Deutschland, Österreich und die Schweiz eingeschlossen. Am selben Tag hat Google auch den Schalter zum Ausschluss aus den KI-Funktionen global freigeschaltet. Messen und Abschalten kamen zusammen, was kein Zufall sein dürfte: Ohne Zahlen wäre die Abschalt-Entscheidung eine Wette.

Wo du ihn findest: In der Search Console als aufklappbarer Bereich unter dem Leistungsbericht, getrennt nach Suchergebnissen und Discover. Siehst du ihn nicht, liegt das nach Googles eigener Angabe an der Datenmenge, nicht mehr am Rollout. Bei kleinen Properties ohne nennenswerte KI-Impressionen bleibt die Ansicht leer.

Die Grenze, die jetzt zählt: Der Bericht existiert nur in der Oberfläche. Die Search-Console-API-Referenz listet für den Parameter type zum Stand 3. September 2026 genau sechs Werte: discover, googleNews, news, image, video und web. Ein Wert für die generativen KI-Features steht nicht dabei. Die Seite erwähnt generative KI an keiner Stelle. web liefert laut Doku den kombinierten Alle-Tab, in dem die KI-Impressionen zwar mitlaufen, aber nicht trennbar sind.

Praktisch heißt das: Wer die KI-Zahlen in ein Dashboard, in Looker Studio oder in ein eigenes Skript holen will, kommt zum Stand heute nicht heran. Es bleibt der Export aus der Oberfläche, von Hand, pro Property. Für eine einzelne Site ist das lästig. Wer zwanzig Kundenkonten betreut, hat damit ein echtes Problem. Das ist die Stelle, an der sich nach dem Rollout als Nächstes etwas bewegen müsste.

Hinweis: Verwechsle den Bericht nicht mit dem Schalter. Der Bericht misst deine KI-Sichtbarkeit, der Search-generative-AI-Schalter steuert sie. Beide sind seit dem 31. August 2026 weltweit verfügbar, stehen aber an verschiedenen Stellen in der Search Console und wurden ursprünglich getrennt angekündigt.

Google vs. Bing: Wer liefert die besseren KI-Daten?

Key Takeaway: Beim Zugang hat Google gleichgezogen, bei der Datentiefe liegt Bing weiter vorn. Bing zeigt Citations und Grounding Queries und lässt sich über eine Schnittstelle auslesen, Google zeigt Impressionen und nur in der Oberfläche. Für ein vollständiges Bild brauchst du beide Quellen.

Genau das war der Punkt aus meinem Bing-Artikel: Microsoft liefert laut offiziellem Bing-Webmaster-Blog mit Citations und Grounding Queries Metriken, für die es auf Google-Seite schlicht kein Äquivalent gibt. Daran ändern die neuen Reports erstmal wenig. Google zeigt, dass du in KI-Antworten auftauchst (Impressionen). Bing zeigt zusätzlich, wie dein Content zitiert und zur Antwortgenerierung herangezogen wird.

AspektGoogle GSC (neu)Bing Webmaster Tools
Dedizierte KI-AnsichtJaJa
Impressionen in KI-FeaturesJaJa
Citations / ZitationsdatenNeinJa
Grounding QueriesNeinJa
Klick-DatenNeinNein
VerfügbarkeitWeltweit, seit 31. August 2026Breit verfügbar
Zugriff über eine APINein (Stand 3. September 2026)Ja

Aus meiner Sicht ist das kein Entweder-oder. Wer seine KI-Sichtbarkeit ernst nimmt, zieht beide Datenquellen heran: Google für die Reichweite im größeren Such-Ökosystem, Bing für die tiefere Zitations-Mechanik. Seit der Google-Bericht überall verfügbar ist, hat sich das Argument für Bing verschoben. Es geht nicht mehr darum, eine Lücke zu überbrücken, sondern um die Metriken, die Google nach wie vor nicht liefert.

Was du jetzt tun solltest

Key Takeaway: Der Bericht ist da, also fang mit dem Ausgangswert an. Ohne eine notierte Baseline sagt dir die Kurve in drei Monaten nichts. Exportieren musst du sie von Hand.

Hier ist mein konkreter Fahrplan, den du sofort umsetzen kannst:

  1. Bericht öffnen und Ausgangswert notieren: Der Bereich sitzt unter dem Leistungsbericht, getrennt nach Suchergebnissen und Discover. Notiere die Impressionen deiner wichtigsten URLs für heute. Eine Anmerkung in der Search Console hält den Stichtag fest.
  2. Export einplanen: Über die Search Console API kommst du an diese Zahlen zum Stand heute nicht heran. Wer regelmäßig berichtet, plant den Export aus der Oberfläche als festen Termin ein, statt auf eine Automatisierung zu warten.
  3. Bing AI Performance ergänzen: Der Bing-Report liefert Citations und Grounding Queries, die Google nicht hat. Einrichten kostet zehn Minuten.
  4. KI-relevante Fragen aufdecken: Mit dem GSC-Regex für AIO-Nutzerfragen findest du, welche Frage-Queries deine Zielgruppe stellt - genau die, die KI-Antworten triggern.
  5. Zitierfähigkeit erhöhen: Saubere Entitäten helfen KI-Systemen, deinen Content eindeutig zu erfassen. Wie viel strukturierte Daten für AI Overviews wirklich bringen, habe ich separat auseinandergenommen. Die Kurzfassung: Google verlangt kein spezielles Schema. Eine Ahrefs-Studie fand keinen positiven Effekt auf Zitate.
  6. Impressionen ohne Klicks richtig lesen: Interpretiere KI-Impressionen als Sichtbarkeits- und Markensignal, nicht als Traffic-Versprechen. Der fehlende Klick-Bezug verändert, wie du Erfolg misst.
Meine Faustregel: Notiere den Ausgangswert in beiden Werkzeugen am selben Tag. Dann siehst du später Verschiebungen zwischen den KI-Ökosystemen und nicht nur eine Kurve, die irgendwo anfängt. Das ist meine Empfehlung aus der Praxis, keine Vorgabe von Google.

Nachtrag August 2026: ein Logging-Fehler im Bericht

Key Takeaway: Vom 13. bis 17. August 2026 hat ein Google-Logging-Fehler die Impressionen in genau diesem Bericht zu niedrig ausgewiesen. Betroffen war die Zählung, nicht die Sichtbarkeit. Der Eintrag ist inzwischen geschlossen. Das Fenster ist benannt.

Dieser Abschnitt ist am 21. August 2026 dazugekommen. Er gehört hierher. Er betrifft die Belastbarkeit genau des Berichts, den dieser Artikel beschreibt.

Google führt den Vorgang auf der Seite zu Datenanomalien und beschreibt ihn dort so: „A logging error caused a decrease in impressions on the Generative AI performance report in Search for data from August 13 - August 17, 2026. This issue affects data logging only.“

Zwei Angaben daran sind praktisch verwertbar. Das Fenster ist beidseitig begrenzt: fünf Tage vom 13. bis zum 17. August 2026. Und der Fehler steckte in der Erfassung, nicht in der Sichtbarkeit. Wer in diesen Tagen einen Einbruch gesehen hat, hat einen Zählfehler gesehen.

Als ich diesen Nachtrag vorbereitet habe, stand dort noch etwas anderes. Am 19. August trug derselbe Eintrag kein Enddatum, sondern den Zusatz „and is ongoing“. Zwischen dem 19. und dem 21. August hat Google ihn geschlossen. Eine Meldung darüber habe ich nicht gefunden, obwohl der Einbruch selbst am 17. August durch die Fachpresse ging. Das Ende einer Störung ist offenbar die unattraktivere Hälfte der Nachricht.

Ein zweiter Eintrag desselben Datums betrifft den Discover-Bericht. Der ist anders zugeschnitten: nur der 13. August 2026 und dafür mit Klicks und Impressionen. Für Properties mit Generative-AI-Features in Discover senkte derselbe Fehler zusätzlich die ausgewiesenen Impressionen. Zieh die beiden Einträge nicht zusammen. Sie beschreiben unterschiedliche Berichte und unterschiedliche Zeiträume.

Achtung beim Zeitvergleich: Wenn du die Generative-AI-Impressionen über August hinweg auswertest, klammere den 13. bis 17. August 2026 aus. Sonst vergleichst du eine Woche mit Zählfehler gegen eine ohne und liest daraus einen Trend, den es nicht gibt. Der Standard-Leistungsbericht für die Websuche ist in keinem der beiden Google-Einträge genannt.

Für die Einordnung dieses Berichts heißt das nichts Dramatisches. Es heißt aber etwas. Eine Zeitreihe mit Start im Juni und der ersten dokumentierten Lücke im August ist jung. Das ist kein Vorwurf an Google, sondern eine Angabe zur Genauigkeit: Behandle die Kurve vorerst als Hinweis auf eine Größenordnung und nicht als Messinstrument. Wie du einen Einbruch systematisch eingrenzt, steht in Impressionen eingebrochen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was sind die Search Generative AI performance reports?

Eine neue, dedizierte Ansicht in der Google Search Console, die die Sichtbarkeit deiner Seiten in generativen KI-Features ausweist. Google hat sie am 3. Juni 2026 angekündigt. Die Daten sollen zusätzlich im normalen Performance-Bericht verfügbar bleiben.

Zeigt der Report auch Klicks aus AI Overviews?

Nein. Aktuell enthält der Report Impressionen, Seiten, Länder, Geräte und den Zeitverlauf - keine Klicks. Google hat angedeutet, weitere Metriken über die Zeit hinzuzufügen („additional metrics over time“), aber ein konkretes Versprechen für Klick-Daten gibt es nicht.

Habe ich den Report in Deutschland?

Ja. Google hat den Bericht am 31. August 2026 für alle Websites weltweit ausgerollt, Deutschland, Österreich und die Schweiz eingeschlossen. Du findest ihn in der Search Console als eigenen Bereich unter dem Leistungsbericht. Bleibt die Ansicht leer, liegt das nach Googles Angabe an zu geringer Datenmenge, nicht mehr am Rollout.

Was ist der Unterschied zu den Bing-KI-Daten?

Bing zeigt in den Webmaster Tools zusätzlich Citations und Grounding Queries - also wie dein Content zitiert und zur Antwortgenerierung genutzt wird. Google liefert aktuell nur Impressionen. Für ein vollständiges Bild deiner KI-Sichtbarkeit lohnt es sich, beide Quellen zu nutzen.

Hat das etwas mit dem Blockieren von Content in KI-Antworten zu tun?

Nein, das sind zwei verschiedene Dinge. Der Bericht misst deine KI-Sichtbarkeit, der Search-generative-AI-Schalter steuert sie. Beide wurden getrennt angekündigt und sitzen an verschiedenen Stellen in der Search Console. Seit dem 31. August 2026 sind beide weltweit verfügbar.

Wie bekomme ich die Zahlen aus dem Bericht heraus?

Von Hand aus der Oberfläche. Die Search-Console-API-Referenz führt zum Stand 3. September 2026 für den Parameter type nur discover, googleNews, news, image, video und web; einen Wert für die generativen KI-Features gibt es dort nicht. Der Wert web liefert den kombinierten Alle-Tab, in dem die KI-Impressionen mitlaufen, ohne dass du sie trennen kannst.

Kann ich den Zahlen im Generative-AI-Bericht trauen?

Grundsätzlich ja, mit einer dokumentierten Ausnahme. Für die Daten vom 13. bis 17. August 2026 führt Google einen Logging-Fehler, der die ausgewiesenen Impressionen gesenkt hat. Betroffen war die Erfassung, nicht die Sichtbarkeit. Der Eintrag ist inzwischen geschlossen. Wer den Bericht über August hinweg vergleicht, klammert diese fünf Tage aus.

Fazit: Ein wichtiger erster Schritt, aber nicht das Ziel

Key Takeaway: Google macht KI-Sichtbarkeit in der Search Console messbar, seit dem 31. August 2026 für alle. Ohne Klickdaten und ohne Zugriff über eine Schnittstelle bleibt es trotzdem ein Anfang und kein fertiges Werkzeug. Der Ausgangswert, den du heute notierst, ist die Arbeit, die sich später auszahlt.

Für mich zeigt der Verlauf vor allem eines: KI-Sichtbarkeit gewinnt als eigenes Reporting-Thema an Bedeutung und braucht eigene Zahlen. Dass Google nach Bing einen vergleichbaren Bericht nachreicht, war absehbar. Interessanter ist, was nach dem Rollout übrig bleibt. Es sind reine Impressionen. Sie stehen nur in der Oberfläche. Beides zeigt, wie früh wir in dieser Entwicklung noch stehen.

Mein Rat bleibt nüchtern: Freu dich über die neue Transparenz, aber bau deine Strategie nicht allein darauf. Die belastbarsten KI-Daten bekommst du derzeit aus der Kombination beider Welten - und aus Content, der gut genug ist, um überhaupt zitiert zu werden.

Tipp: Trag dir einen festen Termin für den Export ein, monatlich reicht. Solange die Zahlen nur in der Oberfläche stehen, bleibt der Export aus der Search Console der einzige Weg zu einer eigenen Zeitreihe, den Google selbst anbietet. Rückwirkend bekommst du sie nicht.

Stand: 3. September 2026. Die Ausführungen dienen nur der informationellen Orientierung und stellen keine individuelle Rechts- oder Beratungsleistung dar. Angaben Dritter beruhen auf deren Veröffentlichungen; für deren Richtigkeit wird keine Gewähr übernommen. Technische Angaben geben den zum Stand dokumentierten Zustand wieder und können sich ändern. Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Primärquellen: Google Search Central Blog, „Introducing Search Generative AI performance reports in Search Console“ (3. Juni 2026, Nachtrag vom 31. August 2026) und die Search-Console-API-Referenz, beide abgerufen am 3. September 2026.

Christian Ott - Gründer von www.seo-kreativ.de

Christian Ott - SEO kreativ denken & Wissen teilen

Als Gründer von SEO-Kreativ lebe ich meine 2014 entdeckte Leidenschaft für SEO. Mein Weg vom Hobby-Blogger zum SEO-Experten und Product Developer hat dabei meinen Ansatz geprägt: Ich teile Wissen verständlich, praxisnah und ohne Fachchinesisch.