Update beendet: Google hat das March 2026 Core Update am 8. April 2026 um 06:12 PDT (15:12 MESZ) offiziell abgeschlossen. Der Rollout dauerte 12 Tage und rund 4 Stunden – innerhalb der angekündigten Zwei-Wochen-Frist.
Historisch kurz: Nur das December 2024 Core Update (6 Tage) war schneller. Im direkten Vergleich zum December 2025 Core Update (18 Tage) ein deutlich strafferer Rollout – aber typisch für das Muster der letzten 18 Monate.
Was du jetzt tust: Mindestens eine Woche warten, dann Search-Console-Daten Woche vor dem 27. März gegen Woche nach dem 8. April stellen. Keine Panik-Optimierungen. Das Core Update sauber vom Spam Update (24./25. März) trennen.
Mittwochmorgen, 8. April 2026. Ich öffne das Google Search Status Dashboard, erwarte eigentlich nichts Neues – und sehe den frischen Vermerk: „The rollout was complete as of April 8, 2026.“ Damit ist das March 2026 Core Update nach 12 Tagen und rund vier Stunden Geschichte. Das erste bestätigte Core Update des Jahres hat seinen Stempel bekommen.
In meinem Artikel zum Rollout-Start hatte ich vor zwölf Tagen noch gerätselt, wie lang dieses Update diesmal brauchen würde – Google hatte wie üblich „bis zu zwei Wochen“ angekündigt. Jetzt ist klar: Es hat die Frist sogar unterboten. Und aus meiner Arbeit in Content-Refresh-Projekten bei SEO Kreativ weiß ich: Genau dieser Moment zwischen Rollout-Ende und sauberer Datenlage ist der heikelste. Die Versuchung, sofort zu drehen, ist maximal groß. Der Payoff dafür ist maximal klein.
In diesem Artikel zeige ich dir erstens die belegbaren Fakten zum Rollout, zweitens die historische Einordnung, drittens Googles eigene Handlungsempfehlungen und viertens einen konkreten 7-Schritte-Workflow, wie du jetzt sauber analysierst – ohne in Aktionismus zu verfallen. Die Quellen sind durchgehend verifiziert: Google Search Status Dashboard, Google Search Central Dokumentation, Search Engine Land und Search Engine Journal. Keine AI-Fantasiezahlen, keine erfundenen Prozentsätze.
Die harten Fakten zum March 2026 Core Update
Die belegbaren Eckdaten zum Rollout stammen direkt aus dem Google Search Status Dashboard und wurden von Search Engine Land und Search Engine Journal zeitnah bestätigt:

| Eckdatum | Details |
|---|---|
| Name | March 2026 Core Update |
| Typ | Broad Core Update (betrifft alle Content-Typen) |
| Start | 27. März 2026, 02:14 PDT (Google Search Status Dashboard) |
| Ende | 8. April 2026, 06:12 PDT (15:12 MESZ) |
| Dauer | 12 Tage, ~4 Stunden (laut Search Engine Land) |
| Angekündigte Dauer | Bis zu 2 Wochen |
| Reichweite | Global, alle Sprachen und Regionen |
Die knappe Formulierung auf dem Dashboard ist typisch: „Released the March 2026 core update. The rollout may take up to 2 weeks to complete.“ Einen begleitenden Blogpost, der Ziele, Hintergründe oder betroffene Bereiche erläutert, hat Google für dieses Update nicht veröffentlicht – ein Detail, das auch Search Engine Journal in seiner Berichterstattung hervorhebt. Ein „reguläres Update“ ist Googles offizielle Einordnung. Mehr nicht.
Drittes bestätigtes Update in fünf Wochen
Um das March 2026 Core Update richtig einzuordnen, hilft ein Blick auf den Kalender der letzten Wochen. Die Reihenfolge war eng:
- 5. bis 27. Februar 2026: Das February 2026 Discover Core Update – das erste Core Update, das Google je explizit als reines Discover-Update gekennzeichnet hat. Rollout: 22 Tage, deutlich über der angekündigten Zweiwochen-Frist.
- 24. bis 25. März 2026: Das March 2026 Spam Update – unter 20 Stunden abgeschlossen. Das schnellste bestätigte Spam Update in der Geschichte des Status Dashboards.
- 27. März bis 8. April 2026: Das March 2026 Core Update – nur zwei Tage nach Abschluss des Spam Updates. 12 Tage Laufzeit.
In meiner Praxis bei SEO Kreativ habe ich seit Jahresanfang einen Effekt beobachtet, den ich in dieser Form vorher nicht kannte: Die Taktdichte zwingt dich zu rollierenden Content-Reviews. Wer auf „den nächsten Update-Abschluss“ wartet, bevor analysiert wird, hat in Q1 2026 schlicht nichts mehr zu analysieren – weil das nächste Update schon läuft.
Die Update-Pause zwischen Spam Update (Ende: 25. März) und Core Update (Start: 27. März) betrug nach aktuellem Kenntnisstand keine 48 Stunden. Das ist ungewöhnlich nah. Roger Montti hat für Search Engine Journal die These formuliert, dass die Reihenfolge Spam → Core kein Zufall ist: Das Spam Update räumt vor einer Core-Rekalibrierung den Tisch ab. Ich halte diese Einordnung für plausibel, auch wenn sie Google offiziell nie so formuliert hat.
Historischer Vergleich: Wie reiht sich der Rollout ein?
Um zu verstehen, ob die 12 Tage schnell oder langsam sind, hilft der Blick auf die letzten fünf großen Broad Core Updates. Ich habe die Zahlen gegen die Primärquellen gegengeprüft – alle Daten stammen aus dem Search Status Dashboard und der Berichterstattung von Search Engine Land:
| Update | Start | Ende | Dauer |
|---|---|---|---|
| December 2024 Core Update | 12. Dez. 2024 | 18. Dez. 2024 | 6 Tage |
| March 2025 Core Update | 13. März 2025 | 27. März 2025 | 14 Tage |
| June 2025 Core Update | 30. Juni 2025 | 17. Juli 2025 | 17 Tage |
| December 2025 Core Update | 11. Dez. 2025 | 29. Dez. 2025 | 18 Tage |
| March 2026 Core Update | 27. März 2026 | 8. April 2026 | 12 Tage |
Das March 2026 Update ist damit das zweitkürzeste Broad Core Update der letzten fünf Rollouts. Nur das December 2024 Update mit sechs Tagen war schneller – und das war ein Ausreißer, kein neuer Standard. Typisch sind eher 14 bis 18 Tage. Das aktuelle Update sortiert sich eher am schnellen Rand dieser Spanne ein.
Wichtig: Rollout-Dauer korreliert nicht zwangsläufig mit Impact. Das December 2025 Core Update verlief in wellenförmigen Peaks und hat vor allem YMYL-Bereiche hart getroffen – trotz oder gerade wegen seiner 18-tägigen Laufzeit. Ein kurzer Rollout kann heftige Verschiebungen produzieren, ein langer kann überraschend ruhig bleiben. Die Dauer sagt dir, wie lange Google die Änderungen ausrollt, nicht wie stark sie ausfallen.
Infografik: Rollout-Dauer der letzten Core Updates

Was Google sagt – und was nicht
Für das March 2026 Core Update gilt, was auch für frühere reguläre Core Updates galt: Google verweist auf die bestehende Core-Update-Dokumentation in der Search Central. Neue Regeln? Keine. Neue Ranking-Faktoren? Nicht genannt. Betroffene Branchen? Nicht spezifiziert.
Das ist kein Versehen, sondern Kalkül. Googles Position bei regulären Core Updates ist seit Jahren konsistent: Es gibt keine spezifische Liste von Fixes, weil die Änderungen breit sind. Ein Core Update justiert das gesamte Bewertungssystem neu – nicht eine einzelne Schraube. Aus Googles Sicht wäre jede konkretere Aussage entweder irreführend oder würde zu SEO-Mikro-Optimierungen führen, die das eigentliche Ziel verfehlen.
Was Google stattdessen in seiner offiziellen Dokumentation konsistent wiederholt, sind drei Grundaussagen: Erstens sind Ranking-Verluste bei einem Core Update kein Zeichen, dass etwas „falsch“ ist – es kann schlicht sein, dass andere Seiten für eine Suchanfrage besser passen. Zweitens kommen Erholungen typischerweise nicht sofort, sondern oft erst mit späteren Updates. Drittens soll der Fokus auf hilfreichen, verlässlichen, nutzerzentrierten Inhalten liegen – die klassische Helpful-Content-Doktrin.
Diese Punkte stehen auch im Helpful-Content-Guide von Google Search Central. Sie sind der offizielle Anker, auf den sich jede seriöse Recovery-Strategie bezieht.
Frühe Analyst-Einordnung: Information Gain als zentrales Muster
Während Google keinen begleitenden Blogpost geliefert hat, reden die Analysten umso lauter. Glenn Gabe dokumentiert das Update seit Tag eins in seinen „Core Update Notes“ auf X – und ein Begriff taucht in seinen Beobachtungen und in fast jeder Analyse zum March 2026 Core Update auf: Information Gain.
Der Begriff ist kein SEO-Marketing-Sprech, sondern hat einen handfesten Hintergrund. Google hat bereits 2020 ein Patent mit dem Titel „Contextual estimation of link information gain“ angemeldet. Die Kernidee: Ein System bewertet, wie viel zusätzlichen, noch nicht bekannten Informationsgehalt ein Dokument im Vergleich zu bereits gesehenen Dokumenten zum selben Thema liefert. Höherer Information Gain = mehr echte Neuigkeit = höherer Wert für den Nutzer.
Nach bisherigen Analysen sieht es so aus, als würde genau dieses Prinzip beim March 2026 Core Update stärker gewichtet. Typische Muster, die in den frühen Auswertungen der SEO-Community berichtet werden:
- Gewinner: Seiten mit eigenen Daten, Original-Research, Case Studies aus der Praxis, First-hand-Experience und dokumentierter Fachexpertise.
- Verlierer: Seiten, die primär die Top-10-Ergebnisse umformulieren – egal wie ausführlich, wie sauber formatiert oder wie gut strukturiert sie sind.
- Unverändert oder gemischt: Mittelfeld-Content, der weder original noch offensichtlich synthetisch ist – hier ist das Bild in den ersten Tagen unklar.
Wichtiger Hedge: Google selbst hat diese Einordnung nicht bestätigt. ALM Corp hat in einer frühen Analyse ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es keine offizielle Bestätigung gibt, dass das March 2026 Core Update das Gewicht eines einzelnen Signals wie Information Gain verstärkt hätte. Was wir sehen, ist ein von Analysten beobachtetes Muster – keine offizielle Google-Aussage. Der Unterschied ist wichtig, weil er bestimmt, wie belastbar die Ableitung ist.
Aus meiner Arbeit in Content-Refresh-Projekten bei SEO Kreativ kann ich die Beobachtung aber bestätigen: Bei den Seiten, die ich seit Jahresbeginn auf echten Informationsmehrwert hin überarbeitet habe, sehe ich bisher stabile oder positive Bewegungen – auch wenn das keine repräsentative Stichprobe ist. Artikel, die nur die Top-3-Ergebnisse zusammenfassen und aufhübschen, sind in meinen Projekten seit Monaten unter Druck. Das March 2026 Core Update scheint diesen Druck zu verschärfen, nicht zu begründen.
Die praktische Konsequenz für deinen Post-Update-Workflow (siehe nächster Abschnitt): Wenn du bei der Cluster-Analyse von Verlierer-Seiten keinen klaren Unterschied in E-E-A-T, Technik oder Intent findest, lohnt der explizite Blick auf Information Gain. Oft ist das die Variable, die erklärt, warum zwei oberflächlich ähnliche Seiten unterschiedlich bewertet werden.
Dein 7-Schritte-Workflow nach Rollout-Ende
Aus meiner Arbeit in Content-Audits für Kundenprojekte bei SEO Kreativ habe ich einen Workflow entwickelt, der dich nach jedem Core Update vor Fehlentscheidungen schützt. Er deckt sich inhaltlich mit Googles eigener Empfehlung, ist aber konkreter auf die Praxis zugeschnitten:
- Warten (mindestens 7 Tage). Google empfiehlt in der offiziellen Core-Update-Dokumentation ausdrücklich, mindestens eine volle Woche nach Abschluss des Rollouts abzuwarten, bevor Schlüsse gezogen werden. Für das March 2026 Update heißt das: Vor dem 15. April hat eine Analyse wenig Aussagekraft. Die ersten Tage nach Abschluss enthalten oft noch Nachjustierungen.
- Baseline definieren. Die saubere Vergleichsbasis ist die Woche vor Rollout-Start (20. bis 26. März 2026) gegen die Woche nach Rollout-Ende (ab 15. April 2026). Wichtig: Beide Fenster im Search-Console-Bericht über „Datumsbereich vergleichen“ gegeneinander stellen – nicht einzeln betrachten.
- Nach Search-Typ trennen. Im Search-Console-Performance-Report lassen sich Web, Bilder, Video und News separat auswerten. Ein Drop im Web-Tab bei gleichzeitig stabilem News-Tab bedeutet etwas anderes als ein flächiger Verlust über alle Search-Typen. Google selbst nennt diese Trennung als wichtigen Analyseschritt.
- Top-Verlierer-Seiten identifizieren. Exportiere die Seiten, die am stärksten an Position oder Klicks verloren haben. Sortiere nach absolutem Klick-Verlust, nicht nach Prozent – eine Seite, die von 10.000 auf 5.000 Klicks fällt, ist wichtiger als eine, die von 10 auf 2 rutscht.
- Top-Verlierer-Queries analysieren. Für jede betroffene Seite: Welche Queries haben verloren? Gibt es ein Muster? Zum Beispiel Informational Queries, die an Foren oder an AI Overviews abgewandert sind? Transaktionale Queries, die an größere Marken gegangen sind? Das Muster bestimmt die Hypothese.
- SERP-Abgleich manuell. Nimm drei bis fünf betroffene Queries und schaue dir die aktuelle SERP an. Wer rankt jetzt dort? Was liefern die Top-Ergebnisse, das deine Seite nicht liefert? Das ist die mühsamste, aber aussagekräftigste Form der Analyse. Sie beantwortet die Frage, die kein Tool beantworten kann: Warum hat Google die andere Seite bevorzugt? Achte dabei explizit auf Information Gain: Liefern die Gewinner-Seiten eigene Daten, originäre Einblicke oder First-hand-Experience, die deine Seite nicht hat? Das ist in meiner Erfahrung beim March 2026 Update die am häufigsten übersehene Diagnose.
- Hypothese formulieren, nicht sofort ändern. Nach Schritt 6 hast du in der Regel eine klare Hypothese. Dokumentiere sie. Ändere aber nichts in der ersten Woche nach der Analyse. Jede Veränderung sollte bewusst, begründet und nachverfolgbar sein – nicht aus dem Reflex heraus.
Ranking-Drop: Spam oder Core Update?
Eine der häufigsten Fragen, die ich in den letzten Tagen bekommen habe: „Mein Ranking ist Ende März eingebrochen – war das jetzt der Spam Update oder der Core Update?“ Die Antwort bestimmt, wie du reagierst. Spam Updates und Core Updates sind unterschiedliche Mechanismen.
Ein Spam Update verbessert die Erkennung von Seiten, die gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen – Link-Spam, Cloaking, Doorway Pages, massenproduzierte Inhalte. Wenn dich ein Spam Update trifft, ist das eine Qualitätsbewertung gegen eine klare Regel. Die Recovery erfordert, den Regelverstoß zu beheben.
Ein Core Update ist keine Regelprüfung. Es ist eine Relativbewertung: Wie nützlich sind deine Seiten im Vergleich zu allen anderen, die für dieselben Queries infrage kommen? Du kannst jede Richtlinie perfekt einhalten und trotzdem verlieren, weil eine andere Seite jetzt als relevanter bewertet wird.
Die praktische Diagnose:
| Zeitfenster | Wahrscheinliche Ursache |
|---|---|
| 24.–25. März 2026 | March 2026 Spam Update (abgeschlossen) |
| 26. März (Lücke) | Nach-Effekte Spam Update, Rauschen |
| 27. März – 8. April 2026 | March 2026 Core Update (Rollout) |
| ab 9. April 2026 | Post-Rollout, Feintuning, reguläre Volatilität |
Wichtiger Hinweis aus meiner Arbeit in technischen Audits: Wenn dein Traffic am 24. März um 10 % und am 28. März um weitere 15 % gefallen ist, kann es beides sein – mit einer Überlagerung in der Mitte. Für die Recovery-Strategie solltest du in diesem Fall beide Hypothesen prüfen, bevor du Maßnahmen ergreifst.
Recovery: Was Google empfiehlt – und was nicht
Die größte Falle nach einem Core Update ist der Reflex, alles gleichzeitig umzubauen. Ich sehe das regelmäßig: Title-Tags werden getauscht, interne Verlinkung wird umgestellt, Header-Hierarchien neu sortiert – alles in derselben Woche. Das Ergebnis ist ein Datensalat, der Ursache und Wirkung auf Jahre unmöglich macht.
Google selbst formuliert in der Core-Update-Dokumentation drei Gegen-Empfehlungen explizit:
- Keine „Quick Fixes“ aus zweifelhaften SEO-Tipps. Wenn du eine Änderung nur deshalb vornimmst, weil du irgendwo gelesen hast, dass „Element X schlecht für SEO“ sei – lass es. Ändere nur, was auch für deine Nutzer Sinn ergibt.
- Inhalte substanziell verbessern, nicht kosmetisch. Das kann heißen, einen Artikel komplett umzustrukturieren, damit er die Suchabsicht besser trifft. Das heißt nicht, ein neues Keyword im H2 unterzubringen.
- Content löschen ist der letzte Ausweg. Google formuliert es sinngemäß so: Wenn du ernsthaft darüber nachdenkst, ganze Bereiche deiner Seite zu löschen, ist das oft ein Zeichen, dass diese Bereiche ursprünglich für Suchmaschinen und nicht für Menschen geschrieben wurden.
Der letzte Punkt ist in meiner Erfahrung der ehrlichste. Wenn du spontan überlegst, 40 % deines Blogs zu löschen, lohnt die Frage: Warum hast du diese 40 % überhaupt veröffentlicht? War es für echte Leser oder für ein Ranking-Ziel? Die Antwort bestimmt, ob Löschen tatsächlich hilft oder nur ein neues Problem produziert.
Was Google zur Recovery-Dauer sagt: Manche Änderungen können sich innerhalb weniger Tage auswirken – andere brauchen Wochen bis Monate, weil Googles Systeme erst bestätigen müssen, dass die Verbesserung nachhaltig ist. Wer nach zwei Wochen „nichts“ sieht, muss gegebenenfalls bis zum nächsten größeren Core Update warten. Frustrierend, aber so funktioniert die Mechanik.
Einordnung: Was die Update-Frequenz für 2026 bedeutet
Meine persönliche Einschätzung zum Ende des March 2026 Core Updates ist weniger die Analyse des Updates selbst als die der Frequenz. Schau dir Q1 2026 im Überblick an: Januar war geprägt von unbestätigter Volatilität – ich hatte das in meinem Artikel zur Google Ranking-Volatilität im Januar 2026 ausführlich dokumentiert. Februar brachte das erste reine Discover Core Update. März brachte Spam und Core Update fast gleichzeitig. Drei Monate, vier bestätigte oder erkennbare Bewegungen.
In meiner Arbeit als Product Developer bei iGaming.com habe ich gelernt, dass Update-Reaktionen in hochregulierten Branchen wie iGaming, Finance und Health immer der schwierigste Teil sind – weil die Fehlerkosten am höchsten sind. Was ich dort mitnehme und in meine SEO-Kreativ-Projekte übertrage, ist ein schlichter Grundsatz: Wer seine Content-Pipeline reaktiv auf Updates ausrichtet, hat bei dieser Frequenz keine Chance mehr. Man kommt nicht hinterher.
Die Konsequenz ist ein Wechsel zu rollierenden Reviews. In meinen Kundenprojekten bei SEO Kreativ prüfen wir seit Jahresanfang die Top-20-Pages jedes Projekts monatlich gegen die aktuelle SERP – unabhängig davon, ob gerade ein Update läuft. Die Annahme: Bis zum nächsten bestätigten Update sind es im Schnitt nur noch wenige Wochen. Jeder „Warte-auf-das-nächste-Update“-Rhythmus wird damit obsolet.
Das heißt nicht, dass jedes Unternehmen diesen Rhythmus sofort umsetzen muss. Es heißt aber, dass das alte Muster – nach einem Core Update drei Monate Ruhe zu haben – in Q1 2026 nicht mehr gilt. Wer sich darauf verlässt, wird enttäuscht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie lange dauerte das March 2026 Core Update?
Das March 2026 Core Update lief vom 27. März 2026, 02:14 PDT, bis zum 8. April 2026, 06:12 PDT. Das sind 12 Tage und rund 4 Stunden. Die Zeitangabe stammt aus dem Google Search Status Dashboard und wurde von Search Engine Land in der Berichterstattung bestätigt.
Ist das March 2026 Core Update das erste Core Update des Jahres?
Ja, es ist das erste bestätigte Broad Core Update des Jahres 2026. Im Februar hatte Google bereits ein Discover Core Update ausgerollt, das aber ausschließlich auf Google Discover zielte – das erste Core Update in der Geschichte, das Google explizit als Discover-only gekennzeichnet hat. Für die klassische Websuche ist das March 2026 Update das erste des Jahres.
Wann sollte ich meine Search-Console-Daten analysieren?
Google empfiehlt in der offiziellen Core-Update-Dokumentation ausdrücklich, mindestens eine volle Woche nach Abschluss des Rollouts abzuwarten. Für das March 2026 Update heißt das: Frühestens ab dem 15. April 2026. Die saubere Vergleichsbasis ist die Woche vor dem Rollout-Start (20.–26. März) gegen die Woche nach Rollout-Ende.
Wie unterscheide ich Ranking-Verluste vom Spam Update und vom Core Update?
Über das Zeitfenster. Das March 2026 Spam Update lief nur am 24. und 25. März 2026. Das Core Update startete am 27. März. Ein Drop am 24. oder 25. März spricht für das Spam Update, ein Drop ab dem 27. März für das Core Update. Problematisch wird es, wenn Bewegungen in beiden Fenstern auftreten – dann solltest du beide Hypothesen prüfen.
Was ist Information Gain und wie hängt es mit dem March 2026 Core Update zusammen?
Information Gain bezeichnet, wie viel zusätzlichen, neuen Informationsgehalt eine Seite im Vergleich zu bereits vorhandenen Dokumenten zum selben Thema liefert. Der Begriff stammt aus einem Google-Patent von 2020. Analysten wie Glenn Gabe berichten in ihren frühen Auswertungen zum March 2026 Core Update, dass Seiten mit hohem Information Gain – also originären Daten, First-hand-Experience und eigenen Einblicken – tendenziell zu den Gewinnern gehören. Wichtig: Google selbst hat das nicht bestätigt. Es handelt sich um eine Analyst-Beobachtung, nicht um eine offizielle Ranking-Aussage.
Hat Google neue Richtlinien oder Empfehlungen veröffentlicht?
Nein. Google hat für das March 2026 Core Update keinen begleitenden Blogpost, keine neuen Richtlinien und keine spezifischen Empfehlungen herausgegeben. Die offizielle Handlungsempfehlung verweist auf die bestehende Core-Update-Dokumentation und den Helpful-Content-Guide in der Google Search Central.
Wie schnell kann sich eine Website nach einem Core Update erholen?
Das variiert. Google selbst schreibt, dass manche Änderungen Wirkung in wenigen Tagen zeigen können, andere Wochen bis Monate brauchen. Wichtiger Hinweis: Eine Recovery kann laut Google auch erst mit einem späteren Core Update eintreten, wenn die Systeme bestätigen, dass die Verbesserung nachhaltig ist. Zwischen offiziellen Core Updates laufen zudem kontinuierlich kleinere Anpassungen, die ebenfalls Recovery-Effekte bringen können.
Fazit: 12 Tage, ein klarer Vermerk, viel Analyse-Arbeit
Das March 2026 Core Update war ein reguläres Update ohne begleitende Kommunikation, mit einem vergleichsweise kurzen Rollout von 12 Tagen und ohne spezielle Zielrichtung, die Google offiziell genannt hätte. In der reinen Betrachtung ist es unauffällig. Unauffällig ist aber nicht gleich bedeutungslos – das December 2025 Core Update war auch „regulär“ und hat ganze Branchensegmente verschoben.
Der entscheidende Kontext ist die Taktung. Drei offizielle Google-Updates in fünf Wochen sind neu. Wer seine Content-Arbeit darauf auslegt, zwischen zwei Updates „Ruhephasen“ einzuplanen, wird mit diesem Rhythmus nicht mehr kompatibel sein. Die Umstellung auf rollierende Reviews ist in meinen Augen nicht mehr optional.
Jetzt liegt es an dir. Warte die empfohlene Woche ab, ziehe die saubere Baseline, arbeite den 7-Schritte-Workflow durch – und widerstehe der Versuchung, am 16. April schon wieder einen Title-Tag zu ändern, weil „irgendwas passiert ist“. Die ehrliche Analyse zahlt sich langfristig aus. Der Reflex dagegen nicht.
- Custom Chart Annotation im Search-Console-Report setzen (27. März, 8. April)
- Woche vor Start (20.–26. März) als Baseline fixieren
- Ab dem 15. April Woche-gegen-Woche-Vergleich starten
- Top-Verlierer-Seiten und -Queries exportieren
- Manuelle SERP-Analyse der drei bis fünf wichtigsten betroffenen Queries
- Hypothese dokumentieren, nichts überstürzt ändern



