Strengere Regeln für YMYL: Inhalte zu gesellschaftlichen und politischen Themen („Government, Civics & Society“) werden noch strenger auf Fakten und Expertise geprüft.
Mensch schlägt KI: Rein KI-generierter Content ohne menschliche Überprüfung und einzigartigen Mehrwert wird als „Lowest Quality“ eingestuft. E-E-A-T ist entscheidend.
Struktur für AI Overviews: Google hat erstmals klare Kriterien, wie Inhalte strukturiert sein müssen, um in den KI-Zusammenfassungen zu erscheinen. Klare Antworten und gute Gliederung sind der Schlüssel.
- Die Kernänderungen des September 2025 Updates im Schnellüberblick
- YMYL wird politisch: Die neue Kategorie „Government, Civics & Society“
- E-E-A-T und die KI: Googles neue Spielregeln für KI-Content
- Optimierung für AI Overviews: So landest du in den KI-Zusammenfassungen
- Fazit: Deine konkreten nächsten Schritte nach dem Update
Am 11. September 2025 hat Google wieder ein wichtiges Update veröffentlicht – und nein, ich spreche nicht von einem weiteren Core Update. Es geht um etwas, das viel tiefer blicken lässt: eine neue Version der Search Quality Rater Guidelines.
Aber was ist das überhaupt? Stell dir vor, es gäbe ein internes Handbuch, das Google an über 10.000 menschliche Testpersonen (die „Quality Raters“) auf der ganzen Welt aushändigt. Ihre Aufgabe: Die Qualität von Googles Suchergebnissen manuell zu bewerten. Dieses 182 Seiten starke Dokument ist unsere beste Quelle, um zu verstehen, was Google als hochwertigen, hilfreichen und vertrauenswürdigen Inhalt definiert.
Obwohl diese Richtlinien kein direkter Rankingfaktor sind, sind sie die Blaupause für zukünftige Algorithmus-Änderungen. Was die menschlichen Rater heute bewerten, versucht der Algorithmus morgen zu automatisieren.
Ich habe mir die neuen Guidelines für dich im Detail angesehen und übersetze das „Google-Amtsdeutsch“. In diesem Beitrag zeige ich dir die entscheidenden Änderungen bei YMYL, E-E-A-T und KI-Content und gebe dir konkrete To-Dos an die Hand.
Die Kernänderungen des September 2025 Updates im Schnellüberblick
Keine Sorge, du musst nicht die ganzen 182 Seiten lesen. Ich habe die Essenz für dich herausgefiltert, über die auch SEO-Magazine wie SERoundtable berichteten. Das sind die drei entscheidenden Neuerungen:
- YMYL wird politischer: Die Kategorie für sensible Inhalte wurde erweitert und präzisiert, besonders für gesellschaftliche und politische Themen.
- KI-Content unter der Lupe: Die Richtlinien geben klare Beispiele, wann KI-generierte Inhalte als „Lowest Quality“ eingestuft werden und wie E-E-A-T hier eine entscheidende Rolle spielt.
- Neue Regeln für AI Overviews: Es gibt erstmals konkrete Bewertungskriterien dafür, was eine gute oder schlechte KI-Zusammenfassung in den Suchergebnissen ausmacht.
Lass uns das im Detail ansehen.
YMYL wird politisch: Die neue Kategorie „Government, Civics & Society“
Google war schon immer streng bei YMYL-Themen – also Inhalten, die das Glück, die Gesundheit, die finanzielle Stabilität oder die Sicherheit von Menschen beeinflussen können. Mit dem Update wird die bisherige Kategorie „YMYL Society“ nun zu „YMYL Government, Civics & Society“.
Was genau fällt unter die neue YMYL-Definition?
Diese Präzisierung zielt auf Inhalte ab, die das Vertrauen in öffentliche Institutionen und gesellschaftliche Prozesse beeinflussen können. Dazu gehören explizit:
- Informationen zu Wahlen und Abstimmungen
- Inhalte, die das Vertrauen in öffentliche Institutionen (z.B. Regierungen, Gerichte) stärken oder untergraben
- Themen von großem öffentlichem Interesse
- Alle weiteren Informationen über Regierung, Bürgerkunde oder Gesellschaft, die das Leben von Menschen maßgeblich betreffen.
Diese Änderung ist eine direkte Reaktion auf die Zunahme von Desinformationen in politisch sensiblen Bereichen.
Deine SEO-Hausaufgaben für politische und gesellschaftliche Inhalte
Wenn du Inhalte in diesem Bereich erstellst, sind die Anforderungen an E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trust) jetzt noch höher.
- Zeige Autoren-Expertise: Wer schreibt den Artikel? Hat diese Person nachweisbare Erfahrung oder eine Ausbildung im jeweiligen Bereich? Eine klare Autorenbiografie mit Verweisen auf Qualifikationen ist jetzt Pflicht.
- Belege deine Quellen: Verlinke auf offizielle Dokumente, anerkannte Studien oder etablierte Nachrichtenquellen. Reine Meinungen ohne Belege sind für YMYL-Themen tabu.
- Halte Inhalte aktuell: Veraltete Informationen, besonders zu Gesetzen oder politischen Prozessen, können schnell schädlich werden. Überprüfe und aktualisiere deine Inhalte regelmäßig.
E-E-A-T und die KI: Googles neue Spielregeln für KI-Content
Das Update widmet sich ausführlich der Bewertung von Inhalten, die mit Hilfe von Generative AI erstellt wurden. Die Botschaft ist klar: KI ist ein Werkzeug, kein Ersatz für menschliche Expertise.
Wann sind KI-generierte Inhalte „Lowest Quality“?
Die Guidelines nennen nun konkrete Beispiele, wann KI-Content die niedrigste Qualitätsbewertung erhält. Dies ist der Fall, wenn der Inhalt:
- Manipulativ oder irreführend ist.
- Ohne menschliche Überprüfung und Bearbeitung massenhaft produziert wird (skalierter Missbrauch).
- Keine originellen Informationen oder einzigartigen Mehrwert bietet und lediglich bestehende Quellen neu formuliert.
Google will keinen lieblosen, neu aufgewärmten Content, egal ob von Mensch oder Maschine.
So beweist du E-E-A-T auch mit KI-Unterstützung
Du kannst KI weiterhin als Schreibassistenten nutzen. Um jedoch hohe Qualitätsstandards zu erfüllen, musst du sicherstellen, dass:
- Menschliche Expertise der Treiber ist: Jeder Text muss von einem Experten auf dem Gebiet überprüft, korrigiert und verfeinert werden.
- Einzigartige Einblicke hinzugefügt werden: Integriere eigene Erfahrungen (Experience), Fallstudien, Zitate oder neue Perspektiven, die eine KI nicht liefern kann.
- Fakten rigoros geprüft werden: Führe einen gründlichen Faktencheck durch und belege alle Aussagen. Das schafft Vertrauen (Trust).
Optimierung für AI Overviews: So landest du in den KI-Zusammenfassungen
Ein weiterer spannender Punkt im Update sind die neuen Bewertungsbeispiele für Google AI Overviews – die KI-generierten Zusammenfassungen, die Google über den organischen Suchergebnissen anzeigt.
Was Google als „hilfreiche“ und „nicht hilfreiche“ AI Overviews bewertet
Die Quality Raters sollen nun bewerten, ob eine KI-Antwort tatsächlich hilfreich, korrekt und umfassend ist. Eine gute AI Overview beantwortet die Nutzerfrage direkt und präzise. Eine schlechte ist vage, falsch oder widersprüchlich.
Checkliste: So werden deine Inhalte fit für AI Overviews
Damit deine Inhalte als Quelle für diese prominenten Boxen dienen können, solltest du sie entsprechend aufbereiten:
- Gib klare und direkte Antworten: Strukturiere deine Inhalte so, dass sie explizite Antworten auf die wichtigsten W-Fragen (Was, Wie, Warum etc.) geben.
- Nutze strukturierte Daten: Verwende Listen, Tabellen und klare Überschriften (H2, H3), um Informationen leicht verdaulich zu machen.
- Schaffe „Passage-Level-Klarheit“: Jeder Absatz sollte ein klares Kernthema haben. Das erleichtert es der KI, den relevantesten Teil deines Textes für eine bestimmte Frage zu extrahieren.
- Sei präzise: Vermeide Füllwörter und vage Formulierungen. Klare, faktenbasierte Sätze werden bevorzugt.
Fazit: Deine konkreten nächsten Schritte nach dem Update
Das September 2025 Update der Google Quality Raters Guidelines ist keine Revolution, sondern eine logische Weiterentwicklung. Der Fokus auf Vertrauen, Expertise und echten Mehrwert wird immer stärker.
Hier ist deine Checkliste, die du direkt umsetzen kannst:
- YMYL-Content identifizieren: Prüfe, ob deine Inhalte unter die neue, erweiterte Definition von „Government, Civics & Society“ fallen. Wenn ja, priorisiere diese für eine Überarbeitung.
- Autoren-Profile schärfen: Stelle sicher, dass für jeden YMYL-Artikel ein klarer Experte als Autor erkennbar ist.
- KI-Prozesse überprüfen: Nutzt du KI zur Content-Erstellung? Implementiere einen verbindlichen Prozess für menschliche Überprüfung, Fakten-Checks und das Hinzufügen einzigartiger Einblicke.
- Content für AI Overviews optimieren: Überarbeite deine wichtigsten Ratgeber-Artikel. Strukturiere sie klarer und sorge dafür, dass sie direkte Antworten auf Nutzerfragen liefern.
Bist du unsicher, ob deine Inhalte den neuen Richtlinien entsprechen? Analysiere deine wichtigsten Seiten mit dieser Checkliste.


